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Es muss Freiheit geben – Die Einführung der Reformation im Calenberger Land

Vortrag von Prof. Dr. Otte, Hannover, Dienstag 28. November 19.30 Uhr

DER VORTRAG SCHILDERT DIES DYNAMISCHE EREIGNIS BIS ZUR FESTIGUNG DES PROTESTANTISMUS KURZ VOR DER WENDE ZUM 17. JAHRHUNDERT.

vortrag-es-muss-freiheit-geben.jpgReformation heißt nichts anderes als die Wiederentdeckung der christlichen Freiheit. Für viele Reformatoren und Reformatorinnen war sie das zentrale Motiv, sich für den evangelischen Glauben zu entscheiden.

An verschiedenen Orten, so auch im Calenberger Land, begannen etliche eine Erneuerung der Kirche zu fordern. Vorreiter dabei waren die Städte, sehr früh schon Güttingen, sowie einzelne Ritter für ihre Patronatskirchen.

Herzogin Elisabeth von Calenberg trat ihre Regierung im Fürstentum 1540 an und förderte die Reformation im Land entscheidend. 1542 erließ sie eine Kirchenordnung, darin wurden die Grundprinzipien einer evangelischen Kirche dargestellt.

Elisabeth hatte allerdings nur die Vormundschaft für ihren katholischen Sohn Erich inne und musste ihm 1545 die Herrschaübergeben; damit kam die Bewährungsprobe für die evangelischen Einwohner des Lands. Es gelang ihnen, den evangelischen Glauben festzuhalten, auch gegen den Druck des katholischen Kaisers und des Herzogs Erich.

Der Referent des Abends, Dr. Hans Otte, war viele Jahre Direktor des Landeskirchlichen Archivs Hannover; außerdem nahm er als außerplanmäßiger Professor einen Lehrauftrag für niedersächsische Kirchengeschichte an der Universität Göttingen wahr.